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Blended Learning @ FB7

Exploratory Teaching Spaces an der Philosophischen Fakultät II

15. November 2010 | von C. Wenzel

Im Rahmen der Ausschreibung für die Exploratory Teaching Spaces (ETS) an der RWTH konnte sich neben Prof. Gellhaus mit seinem Projekt Literaturgeschichte im Podcast-Format auch Prof. Meyer vom Institut für Anglistische Sprachwissenschaft über die Bewilligung seines Projektantrages freuen. Hier die kurze Projektbeschreibung:

Kommunikationsmethoden

Als eine der großen Stärken des E-Learning ermöglicht die computervermittelte Kommunikation orts- und teilweise auch zeitunabhängige Kommunikation zwischen Lehrenden und Studierenden sowie zwischen den beiden Gruppen untereinander. Sie erfüllt dabei eine Vielzahl von Funktionen, von der kollektiven Erinnerung an Abgabetermine über die individuelle Beratung von Studierenden bis hin zur selbst gesteuerten Gruppenarbeit.
Bei der Vielzahl der existierenden Kommunikationsmethoden ist die Wahl der jeweils angemessensten Technologie jedoch nicht immer leicht. Ob asynchrone Kommunikation one-to-one (z.B. E-mail), one-to-many (z.B. Ankündigungen in Lernräumen, individuell genutzte Blogs) oder many-to-many (z.B. Wikis, Foren, gruppengenutzte Blogs, Mailinglisten), oder synchrone Kommunikationsformen (z.B. chat, voicechat, videoconferencing), oder oft zur sozialen Kommunikation genutzte Mischformen wie Microblogging (z.B. Twitter), jede Kommunikationstechnologie hat spezifische Affordances (Angebotscharakter), Vor- und Nachteile, Probleme oder Stärken im Bezug auf Barrierefreiheit, sowie technische Voraussetzungen und verlangt eine Mindestinvestition an Zeit, um die Benutzung zu erlernen.


In einem Seminar von Prof. Paul Georg Meyer vom Lehrstuhl für anglistische Sprachwissenschaft der RWTH-Aachen soll eine Studie zum Thema „computergestützte Kommunikation innerhalb eines Seminars und dessen Arbeitsguppen“ durchgeführt werden. Studierende führen komplexe Gruppenarbeiten durch, wobei gezielt computergestützte Kommunikation als Hilfsmittel für die Gruppenarbeit eingesetzt und erprobt als auch über die Erfahrungen dabei reflektiert wird. Die Gruppen dürfen sich beliebiger Kommunikationswege bedienen (Wikis, Blogs, Shared Workspace, Twitter, etc.). E-Learning Komponenten zu verschiedenen Aspekten des Themas werden entweder von den Studierenden selbst erarbeitet oder vom Dozierenden vorgegeben. Studentische Arbeiten werden elektronisch eingereicht und kommuniziert. Die passenden Kommunikationstools können den Zeitaufwand, der durch die Betreuung von Lehrveranstaltungen entsteht, verringern, bzw. mit gleichem Zeitaufwand kann eine bessere Betreuung gewährleistet werden; ein unpassendes Kommunikationstool dagegen kann den Zeitaufwand drastisch erhöhen. Ziel des Projektes ist, verschiedene Kommunikationstools, sowohl von L2P bereitgestellte, als auch davon unabhängige, in Bezug auf verschiedene Fragestellungen zu untersuchen. Es geht nicht darum, die ideale Kommunikationsform für alle Zwecke zu ermitteln, sondern Nutzungsempfehlungen für verschiedene Unterrichtssituationen zu geben. Konkrete Nutzungsempfehlungen für computergestützte Kommunikation als Resultat aus diesem Projekt zu erhalten, würde nachhaltig die Kommunikation im Lern- und Lehrbetrieb verbessern, was zu einer langfristigen Optimierung der Lehre führen könnte.

Die Kurzbeschreibung aller erfolgreichen ETS-Projektanträge finden Sie hier im internen Bereich der RWTH-Seite.



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