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Blended Learning @ FB7

Zwitschern, Posten, Liken – Öffentlichkeitsarbeit der Fachstudienberatung Technik-Kommunikation

17. Dezember 2012 | von Administrator

Vor einigen Wochen haben wir bereits an dieser Stelle kurz und schlaglichtartig über den Einsatz von Facebook an unserer Hochschule berichtet. Nun gibt uns David Ranftler einen ausführlicheren Einblick in den Social-Media-Einsatz der Fachstudienberatung Technik-Kommunikation. Vielen Dank dafür!

„Facebook und Twitter in der Fachstudienberatung – ist das denn überhaupt sinnvoll?“, werden sich jetzt wohl viele Leser fragen. Wir von der Fachstudienberatung Technik-Kommunikation finden ja! Die Betreuung einer Facebook-Seite oder eines Twitter-Accounts ist zwar (zeit)aufwändig, lohnt sich aber: Studierende bleiben informiert und man erspart ihnen in vielen Fällen den Gang zur Fachstudienberatung. Sie verpassen weniger wichtige Termine, zum Beispiel Anmeldefristen oder interessante Tagungen.

Als wir vor etwa zwei Jahren damit anfingen, Social Media Accounts einzurichten und regelmäßig mit Updates zu versorgen, waren wir unsicher, wohin die Reise ging. Als Fachstudienberatung des Studiengangs Technik-Kommunikation, der sich die Kommunikation mit und über Technik als zentralen Schwerpunkt setzt, war uns aber klar, dass wir eine Vorreiterrolle einnehmen wollten – nicht zuletzt, um auch die Studierenden für unsere und ihre(!) Thematik zu begeistern.

Es stellte sich heraus, dass Facebook und Twitter angemessene und effektive Möglichkeiten darstellten, mit den Studierenden in Kontakt zu bleiben und sie beispielsweise an Anmeldefristen im Studium zu erinnern. Diese waren bis dato immer wieder verschlafen worden und Social Media hatte das Potential Abhilfe zu schaffen.

Außerdem wollten wir die Studenten mit passenden Inhalten für Technik-Kommunikation begeistern: einerseits über Artikel zu den Fächern Kommunikations-und Sprachwissenschaft bzw. Technik, andererseits über Beispiele für gute technische Kommunikation.

Ein weiterer Aspekt, den wir uns von einer Präsenz im sozialen Netz erhoffen, ist den Bekanntheitsgrad des Studiengangs zu steigern. Viele Schülerinnen und Schüler auf der Suche nach einem passenden Studiengang wissen überhaupt nicht, dass es unseren Studiengang gibt, obwohl Technik-Kommunikation vielleicht sehr gut zu ihnen passen würde. Auf Info-Messen erleben wir immer wieder überraschte Gesichter, wenn wir unseren Studiengang vorstellen. Natürlich kann man nur einen kleinen Teil der potentiellen Studienanfänger erreichen, doch gerade bei Twitter tummeln sich viele technikaffine Jugendliche, für die der Studiengang Technik-Kommunikation eine interessante Möglichkeit darstellen dürfte.

Inhalte schaffen

Um selbst Inhalte zu erstellen oder einen eigenen Blog zu schreiben fehlt uns in der Fachstudienberatung leider die Zeit. Daher haben wir uns von Anfang an dazu entschieden, neben den bereits erwähnten Terminen auf gute TK-relevante Artikel zu verlinken und so auch das Potential des Internets zu nutzen. Wir wählen vornehmlich populärwissenschaftliche Artikel und Blogeinträge (z.B. von Doktoranden oder Professoren) zu den Themen Kommunikationswissenschaft, Medien und Usability, aber auch gut aufbereitete naturwissenschaftliche oder Technik-Artikel als Beispiel für guten Science-Journalismus.

Dabei hilft einerseits unser eigener „Twitter-Stream“, also unser selbst zusammengestellter Nachrichtenstrom, der vor allen Dingen aktuelle Themen bereit hält. Andererseits haben wir vor etwa einem halben Jahr eine Twitter-Zeitung eingerichtet: Dabei generiert der Dienst paper.li eine digitale Zeitung aus unserem Twitter-Stream. Verschiedene selbstgewählte Filter-Einstellungen stellen sicher, dass insbesondere wissenschaftliche und seriöse Beiträge auf der Titel-Seite erscheinen. So haben wir eine Quelle für unsere Beiträge, die natürlich von jedem genutzt werden kann.

Nicht zuletzt sind auch auf den hochschulinternen Seiten der RWTH oft interessante Beiträge oder Einladungen zu Vorträgen zu finden.

Interessant für uns war eine Facebook-Umfrage, die wir im Rahmen der Erstellung dieses Blog-Beitrags geführt haben. Dabei ging es darum, ob unsere Studis mehr Inhalte auf der Facebook-Seite sehen möchten, da wir bis zu diesem Zeitpunkt fast ausschließlich direkt studienrelevante Informationen (Termine etc.) gepostet hatten. Andere Inhalte haben wir nur auf Twitter geteilt, auch aus Angst, wir könnten unsere Studierenden mit zu vielen Posts vergraulen. Überraschenderweise haben alle sechs Teilnehmer sich dafür ausgesprochen, weitere relevante Links zu posten. (Dabei ist uns durchaus bewusst, dass diese Umfrage keine repräsentative Umfrage darstellt. Den Post haben laut Facebook-Statistik aber immerhin 262 Leute gesehen, die sich dagegen hätten aussprechen können.) Wir werden also in Zukunft auch auf Facebook mehr Content bereitstellen.

Und wer macht das alles?

So weit die Idealvorstellung des Online-Angebots der Fachstudienberatung. Natürlich reichen auch bei uns oft die Ressourcen nicht aus, um täglich interessante Beiträge über Twitter zu verlinken oder auf Facebook zu posten. Trotzdem halten wir es für den richtigen Weg, um an unseren Studierenden „dran-zu-bleiben“. Viele sind täglich auf Facebook unterwegs und erhalten so unsere Infos in ihrer Timeline angezeigt oder können bei Bedarf unsere Facebook- oder Twitterseite besuchen. Es gibt außerdem einige Tools, die die Arbeit erleichtern können: Viele Twitter-Clienten bieten die Möglichkeit, Tweets zu „schedulen“, also zu einer bestimmten Zeit abzusenden. Wir nutzen dazu das kostenlose Programm Tweetdeck.

Um auf dem neuesten Stand zu bleiben, benötigt man aber weder Facebook noch einen Twitter-Account. Über die News-Rubrik der Homepage werden auch alle studienrelevanten Informationen herausgegeben, auch ein Twitter-Stream ist integriert. So wird niemand ausgeschlossen. Social Media soll eben keine Notwendigkeit darstellen sondern als zusätzlicher Service angeboten werden, um das Studieren zu erleichtern.

Rückblickend haben wir zu unserer Präsenz bei Facebook und Twitter viel positives Feedback erhalten. Die ordentlichen Follower-Zahlen und regelmäßigen „Retweets“ (Wiederholung einer Twitter-Kurznachricht) bestätigen dies und motivieren uns dazu, weiterhin in den sozialen Netzwerken aktiv zu sein. Unsere Studierenden schätzen den Service und bleiben „up-to-date“. Gerade für sie kann Social Media auch später im Beruf eine Rolle spielen.

 

David Ranftler studiert Technik-Kommunikation und arbeitet als studentische Hilfskraft in der Fachstudienberatung. Der Studiengang der RWTH Aachen soll die Brücke schlagen zwischen traditionellen Technik-Studiengängen und Kommunikationswissenschaften. Mit gutem Beispiel versucht die Fachstudienberatung deshalb voranzugehen und ihren Studenten ein vielfältiges Angebot im sozialen Netz zu bieten.



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