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Ausschreibung: Ideenwettbewerb zur “Wissenschaft im digitalen Wandel”

19. September 2017 | von M. Wernerus

pexels-photo-355952Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat einen Ideenwettbewerb zur “Wissenschaft im digitalen Wandel” ausgeschrieben. Gesucht werden Ideenpapiere zu Lehr-Lern-Formaten, die der Vermittlung Daten-bezogener Kompetenzen dienen. Darunter sind auch interaktive Online-Tools oder webbasierte Formate erwünscht.

Inhaltlich können die zu konzipierenden Formate z.B. auf folgende Aspekte zielen:

  • die Vermittlung von Kompetenzen im Management und in der Analyse von wissenschaftlichen und von wissenschaftlich nutzbaren außerwissenschaftlichen Daten zu entwickeln (von deren Aufbereitung über die Mustererkennung bis hin zur Nutzung in und Verknüpfung mit Simulationsmodellen).
  • die Stärkung der wissenschaftlichen Forschung durch Kompetenzaufbau zum Forschungsdatenmanagement und der Datenkuration, zur Nutzung und Nachnutzung bestehender Datenbestände oder zu entsprechenden informationsinfrastrukturellen Angeboten.
  • die Nutzung bereits vorhandener Informationsinfrastrukturen, um Datenmanagement und Datenanalyse zu unterstützen oder datenbasierte Informationsservices zu entwickeln oder zu optimieren.

Die Konzepte können sich auf einzelne Themenfelder fokussieren, wie z.B.:

  • Text und Data Mining
  • maschinelles Lernen
  • künstliche Intelligenz
  • Datenanalyse und Simulationen
  • Metadaten, Interoperabilität
  • offene Datenkultur, Datenpublikation
  • rechtliche/ethische Aspekte des Forschungsdatenmanagements,

aber auch Schnittmengen bzw. Wechselwirkungen zwischen Themenfeldern und ihrer zukünftigen Relevanz in den Berufsprofilen betrachten.

Folgende Voraussetzungen müssen für die Teilnahme am Ideenwettbewerb erfüllt sein:

  1. Bisherige Erfahrungen auf dem genannten Gebiet sind darzulegen Die eingereichten Konzepte müssen sich dazu eignen, die oben angedeutete Lücke der Daten-bezogenen Kompetenz in akademischen Berufsfeldern zu konkretisieren und mithilfe übergreifender (ggf. auch interdisziplinärer) methodischer Ansätze darauf zu reagieren.
  2. Die Umsetzung der Konzepte soll über geeignete „Ad-hoc“-Formate wie beispielsweise „Summer Camps“ erfolgen.
  3. In den Konzepten ist darzulegen, wie die Inhalte der Ad-hoc-Formate mittelfristig als Bausteine für die spezifische Weiterentwicklung universitärer Curricula dienen können.
  4. Die Ad-hoc-Formate müssen inhaltlich sinnvoll abgrenzbare Einheiten adressieren, konkrete Lernziele formulieren.
  5. Die Nachnutzbarkeit der entwickelten Lehr- und Lerninhalte muss gewährleistet werden. Sämtliche Inhalte der Formate müssen als „Good Practice“ zur Multiplikation offen zur Verfügung gestellt werden.
  6. Die in den prämierten Konzepten beschriebenen Formate müssen gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich erprobt werden. Ziel ist es, zu eruieren, in wie weit und in welchem zeitlichen Rahmen die Formate geeignet sind, Expertinnen und Experten zielgruppenorientiert im Umgang mit Forschungsdaten, in Datenwissenschaften, und/oder in der Entwicklung von datengetriebenen Geschäftsmodellen, Produkten und Services zu qualifizieren. Hierzu sollen Kriterien benannt werden, anhand derer beurteilt werden kann, ob die Kompetenzvermittlung erfolgreich war.

Konzepte inklusive Meilensteinplanung (Umfang bis zu fünf Seiten) können bis zum 15. Oktober 2017 unter digitaler.wandel@fz-juelich.de eingereicht werden. Die fünf besten Einreichungen werden mit jeweils bis zu 20.000€ für die Durchführung bezuschusst.

Weitere Informationen zum Ideenwettbewerb gibt es hier sowie in dieser PDF.



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