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Mai
28
Mo
„Virtuelle Lehrangebote und technische Anforderungen“
Mai 28 um 11:00 – Mai 29 um 16:15

Virtuelle Lehrangebote und technische Anforderungen

 

Am 28. und 29. Mai 2018 veranstalten die Einrichtungen TIB, DDB, LUH und ELAN e.V. auf Initiative der Kultusminister-Konferenz (KMK) im Rahmen der Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ im Leibniz-Haus in Hannover eine zweitägige Veranstaltung zum Thema „Virtuelle Lehrangebote und technische Anforderungen“. Es soll aufgezeigt werden, welche Vielfalt von Formaten inzwischen an den Hochschulen etabliert wurden. Mit den Teilnehmer*innen sollen Gelingensbedingungen und Nachhaltigkeitskonzepte der virtuellen Lehre diskutiert werden.

 

Situation

 

Virtuelle Lehrangebote werden an deutschen Hochschulen seit geraumer Zeit in verschiedenen Variationen und mit höchst unterschiedlichem Technologieeinsatz eingesetzt. Dabei ist die Reichweite der Angebote, ihr Umfang, der jeweilige Fachbezug sowie die Art der Durchführung so unterschiedlich wie die Zielsetzung, Rahmenbedingung und Durchführungskompetenzen der beteiligten Akteure. Das Spektrum reicht vom einzelnen technologiebegeisterten Hochschullehrer, der – auf sich selbst gestellt und ohne zusätzliche Finanzierung – die Angebotsentwicklung die technische Durchführung aber auch die Betreuung der Studierenden alles in den eigenen Händen hält bis hin zu institutional und curricular fest verankerten, durch ein Netzwerk von Akteuren mit unterschiedlichsten Rollen inhaltlich, fachlich breit aufgestellten Angeboten mit nachhaltiger Absicherung durch über landesfinanzierte Programme sowie durchdachten Qualitätssicherungs- und Reviewprozessen.

 

Für die Erstellung von Lehrmaterial ist die Verfügbarkeit von digital vorliegendem Quellenmaterial (z.B. Digitalisate von Kulturgütern oder Videoaufzeichnungen von Laborversuchen) essentiell, deren Bereitstellung auf frei zugänglichen Portalen zu gewährleisten ist.

 

An vielen Stellen sind virtuelle Lehrangebote bislang jedoch nicht über einen prototypischen bzw. isolierten Einsatz hinausgekommen, hängen vom Engagement einiger weniger Aktiver bzw. von befristeten Förderprogrammen ab, erstarren nach anfänglich dynamischer Entwicklung und sind in der standortübergreifenden Sichtbarkeit und Transparenz eher Blüten und Zusatzangebote als Teil des regelbetrieblichen Hochschulalltags.

 

Handlungsfelder

 

Gestaltung von Material

Ein wesentlicher Vorzug bei der Gestaltung digitaler Lehrmaterialien wie OER ist die kollaborative inhaltliche Weiterentwicklung. Hierfür bedarf es entsprechender thematischer bzw. inhaltlicher Netzwerke innerhalb der Fach-Communities. Das Netzwerk niedersächsischer Wirtschaftsinformatiker „Atlantis“ ist ein Beispiel für die Selbstorganisation innerhalb eines Faches zum Austausch von Lehrmaterialen.

 

Bereitstellung und Austausch von Material

Die Bereitstellung von Quellenmaterialen erfolgt bereits auf fachspezifischen und übergreifenden Portalen wie beispielsweise der Deutschen Digitalen Bibliothek. Die Materialen sollten auf den Portalen sinnvoll strukturiert aufbereitet werden und damit gut recherchierbar sein. Der Austausch mit weiteren Systemen ist über die technischen Anbindungsmöglichkeiten (Schnittstellen) sicherzustellen.

Hochschulische Lernplattformen und Lernmanagementsysteme sollten die genutzten Lehr-Lern-Materialien nicht nur als Datensilos verwalten, sondern deren Weiterentwicklung ermöglichen. Die Schnittstellen müssen auch innerhalb der Hochschule z.B. zum Bibliotheksystem oder zum Forschungsinformationssystem anschlussfähig ausgebaut werden. Standortübergreifende Austauschplattformen wie das aus der Wissenschaft heraus entwickelte Portal SlideWiki.org sind gute Ausgangspunkte für eine flächendeckende Struktur.

 

Hochschulstrategie und Commitment

Die Gestaltung der technischen Voraussetzungen setzt ihrerseits eine Einbindung in die digitale Strategie der einzelnen Hochschule voraus. Das Commitment der Hochschulleitung muss darüber hinaus ausgeweitet werden auf die Lehrenden einer Hochschule, die aktive und standortübergreifende Gestaltung und Nutzung von Lehrmaterial sollte durch die breite Unterstützung der OER-Prinzipien gefördert werden.

 

Offene Rahmenbedingungen

Erstellung, Weiterentwicklung und Nutzung von gemeinschaftlich entwickelten Lehrmaterialien machen eine Öffnung bisheriger Rahmenbedingungen notwendig. Hierbei sind Fragen zu klären, die die Möglichkeit für standort- und länderübergreifende Zusammenarbeit betreffen und den Umgang mit urheberrechtlichen Rahmenbedingungen betreffen. Virtuelle Lehrangebote und OER sind Bestandteile einer open science.

Veranstaltungsprogramm