Kategorien
Seiten
-

Blended Learning @ FB7

Schlagwort: ‘VG Wort’

§52a Urheberrechtsgesetz und digitaler Semesterapparat in L²P

26. Oktober 2017 | von Harald Jakobs

Piktogramm_ParagraphDer Bundesgerichtshof hat im November 2013 entschieden, dass Hochschulen, deren Lehrende ihren Studierenden urheberrechtlich geschützte Sprachwerke auf Basis des sogenannten Wissenschaftsparagraphen §52a Urheberrechtsgesetz (UrhG) öffentlich zugänglich machen, diese Verwendungen einzeln erfassen, an die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) melden und mit dieser einzeln abrechnen müssen. Die Umsetzung dieses Modells führte Ende 2016 zu Streit zwischen Politik, Hochschulen und VG Wort und einer vorläufigen Verlängerung der bis dahin geltenden Pauschalabrechnung. In einem Informationsschreiben an die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat die RWTH zum bevorstehenden Semesterstart über den aktuellen Stand informiert: Information zur Einigung über Pauschalabrechnung betreffend Nutzungen auf Basis von § 52a UrhG

Zudem wurden mehrere Merkblätter zum Urheberrecht vorbereitet. Sie bieten den Lehrenden einen Leitfaden zur urheberrechtskonformen Erstellung von Lehr- und Lernmaterialien und zur Zugänglichmachung von Sprachwerken auf Basis von §52a UrhG.

Diese Merkblätter finden Sie in den Anleitungen zu L²P unter der Rubrik „Rechtliches“ sowie in den relevanten L²P-Modulen hinter der Schaltfläche „Urheberrecht“.

Neues Feature für digitalen Semesterapparat in L²P

RWTH-Lehrende, die den Studierenden einer Lehrveranstaltung geschützte Sprachwerke urheberrechtskonform zugänglich machen wollen, können dazu den digitalen Semesterapparat im L²P-Modul „Literatur“ nutzen. Dieses Modul bietet Ihnen den kostenlosen Service, die Universitätsbibliothek mit der urheberrechtlichen Prüfung und Digitalisierung der benötigten fremden Werke zu beauftragen.

Die Universitätsbibliothek der RWTH hat eine Erweiterung des Literatur-Moduls programmiert, die Dozierenden das Hinzufügen von Literatur zum digitalen Semesterapparat in L²P erleichtert. Wenn Sie im Katalog der Universitätsbibliothek nach Literatur suchen, wird Ihnen ab sofort bei jedem Suchtreffer die Option „An L2P-Raum senden“ angeboten (s. Abb.).

digitaler-semesterapparat-ub_1

Suchtreffer im UB-Katalog mit Option zur Übernahme nach L²P

Bei Klick auf die Option werden Sie weitergeleitet zum RWTH-SelfService. Melden Sie sich dort bitte mit Ihrer TIM-ID und dem dazugehörigen Passwort an. Anschließend können Sie den zu übernehmenden Eintrag editieren und müssen auswählen, um welchen Inhaltstyp es sich handelt und in welchen Lernraum der Eintrag übernommen werden soll. In diesem Lernraum müssen Sie Manager-Rechte besitzen und das Modul „Literatur“ muss aktiviert sein. Mit Klick auf „Absenden“ wird der Eintrag nach L²P übernommen.

Digitale Semesterapparate: KMK und VG Wort einigen sich auf Pauschalvergütung

16. August 2017 | von M. Wernerus

Paragraph02Wie im HRK-Newsflash verkündet, haben Kultusministerkonferenz (KMK) und VG Wort sich in Sachen Vergütung der Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke in digitalen Semesterapparaten geeinigt: Bis zum 28. Februar 2018 wird diese weiter pauschal vergütet.

Ab dem 1. März 2018 tritt dann das neue Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz (UrhWissG) in Kraft, in dem die Pauschalvergütung geregelt ist. Hier haben wir bereits über diese Urheberrechtsreform für die Wissenschaft berichtet.

Die Hochschulen, die VG Wort und die digitalen Semesterapparate

15. Dezember 2016 | von C. Wenzel

paragraph

Vorab: Eine Löschung von Dokumenten aus dem Digitalen Semesterapparat oder den Lernmaterialien des L²P ist vorerst nicht nötig!

Zur aktuellen Situation § 52a UrhG und die VG Wort wird in diesen Minuten seitens der Pressestelle der RWTH Aachen folgende Nachricht verbreitet:

Es gab zuletzt an vielen deutschen Hochschulen Gerüchte um ein mögliches Abschalten von Lehrplattformen zum 1. Januar im Zuge eines neuen Rahmenvertrages mit der VG Wort, bei dem es um Vergütung urheberrechtlich geschützter Texte geht. Fakt ist, dass sich Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und VG Wort nun verständigt haben, eine neue, gemeinsame Lösung zu erarbeiten. Ein Abschalten der RWTH-Lernplattform L2P steht nicht zur Diskussion. Die RWTH erwartet eine Lösung, die weiterhin eine unproblematische Nutzung von L2P für die Studierenden und Lehrenden beinhaltet.

Anbei finden Sie die entsprechende Pressemitteilung von HRK, KMK und VG Wort. Zudem hat das NRW-Wissenschaftsministerium heute noch einmal deutlich gemacht, dass eine sachgerechte Lösung gesucht und bis dahin weiter pauschal vergütet werde. Weder Studierende noch Lehrende müssen also fürchten, dass die Lernplattform L2P abgeschaltet wird. Wenn Sie Bedenken in dieser Art feststellen, verweisen Sie bitte auf diese Stellungnahme und nehmen Sie den Betroffenen Ihre Bedenken oder gar Befürchtungen.

Gemeinsame Pressemitteilung von HRK, KMK und VG Wort:

Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und VG Wort teilen gemeinsam mit:
Die drei Partner beauftragen eine gemeinsame Arbeitsgruppe, eine einvernehmliche Lösung für die Handhabung des Urheberrechts im Kontext der Lehre an Hochschulen zu entwickeln.

Der Arbeitsgruppe gehören an: Für die VG Wort die Geschäftsführer Dr. Robert Staats und Herr Rainer Just. Für die Hochschulrektorenkonferenz der Vizepräsident Prof. Dr. Holger Burckhart und Generalsekretär Dr. Jens-Peter Gaul. Für die Kultusministerkonferenz die Staatssekretäre Gert-Rüdiger Kück (Bremen) und Dr. Thomas Grünewald (Nordrhein-Westfalen).

Die Arbeitsgruppe wird rechtzeitig vor dem Jahresende 2016 einvernehmlich einen Lösungsvorschlag vorlegen. Die Partner wollen eine bruchlose weitere Nutzung der digitalen Semesterapparate an den deutschen Hochschulen über die Jahreswende hinaus gewährleisten.

Sie wollen ferner bis zum 30. September 2017 unter Berücksichtigung der BGH-Entscheidung vom 20. März 2013 eine praktikable Lösung an den deutschen Hochschulen implementieren.

Ergänzung (19.12.2016):

Aus dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW heißt es in einer Mitteilung vom 15.12.2016 dazu:

Die Beteiligten haben vereinbart, die pauschale Abgeltung derAnsprü­che der VG WORT nach § 52a UrhG zunächst bis zum 30. September 2017 fortzuführen. Diese Vereinbarung ermöglicht somit den Hochschu­len eine Nutzung des § 52a UrhG im bisherigen Umfang auch über den 31. Dezember 2016 hinaus.

KMK,HRK und VG WORT haben zudem vereinbart, in den nächsten Monaten eine für alle Beteiligten praktikable und sachgerechte Lösung zu entwickeln.